Archiv für Mai 2009

Anfänge sind gemacht

Das Konzept Antikapitalistischer Block auf der Bildungsstreikdemo am 17. Juni 2009

Warum ein Antikapitalistischer Block?

Einem großen Teil derer, die am 17. Juni auf die Straße gehen, egal ob Schüler oder Student, ist klar, dass ihre Forderungen nach schwerwiegenden Veränderungen im Bildungssystem mit der freien Marktwirtschaft und derer strikten Profitausrichtung nicht vereinbar sind.

Gerade in Zeiten der Finanzkrise wird uns vor Augen geführt, wie dieses System funktioniert: Der Mensch dient dem Kapital und für Profit wird kein Risiko gescheut, auch wenn ein Großteil der Menschen hierdurch im Nachteil ist. Unsere Forderungen nach selbstbestimmten und demokratischen Lernen abseits von Wirtschaftseinflüssen sind diesem System ein Dorn im Auge. Doch die Finanzkrise hat uns nur in unserer Ansicht bestärkt, dass der Mensch nicht länger dem Kapital dienen darf und es einer sozialen Revolution bedarf um bedürfnisorientierte Bildung und Produktion durchzusetzen. Der Kampf für besser Bildung ist für uns ein Teil des Kampfes für diese Revolution. Gerade jetzt ist es wichtig die Systemfrage auch von Seiten der SchülerINNEN und StudentINNen zu stellen und klar zu beantworten! Hierdurch kann auch der Schulterschluss mit den Arbeitern und Erwerbslosen erreicht werden, welcher in Frankreich z. B. schon jetzt die Herrschenden enorm unter Druck setzt.

Vergrault der Block nicht unpolitischere Demonstranten?

NEIN! Gerade die strikte Trennung von Personen/ Gruppen mit antikapitalistischen Anspruch und derer, für welche die Systemfrage noch im Hintergrund steht, macht es denjenigen einfacher, die befürchten von linken Gruppen missbraucht zu werden. Denn nun ist es jedem Demonstranten durch die Wahl in welchem Teil der Demonstration er mitläuft möglich, sich klar zu positionieren. Dafür ist es natürlich unabdingbar, dass die Struktur der Demo vorab offen kommuniziert wird und auf eine optische Trennung der Blöcke geachtet wird.

Die Blockstruktur würde zudem verhindern, dass sich linke Gruppen gezielt an die Demospitze setzen und den Streik für Gruppeninteressen und Imagebilder missbrauchen. Dabei ist natürlich darauf zu Achten, dass das Fronttransparent keinen antikapitalistischen Inhalt trägt sonder vielmehr einen Minimalkonsens aller Teilnehmer zum Ausdruck bringt.

Vorab würde die Organisatoren selbstverständlich in einer offenen Podiumsdiskussion ihren Absichten und Beweggründe offen legen und sich allen Fragen stellen!




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